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für  KAI  -  für immer unvergessen

 Kai   *11.04.2006   †08.05.2006

Freude, Sorgen, Hoffnung, Traurigkeit und Trauer
  liegen oft sehr nahe beieinander.

Freude, dass die Geburt kurz bevorsteht.
Sorgen, als die Herztöne während der Wehen ausblieben.
Hoffnung, als es wieder Lebenszeichen gab.
Jedoch geblieben sind Traurigkeit und Trauer.

Kai konnte nicht schnell genug geholt werden, die Nabelschnur
war abgeklemmt. Sein Herz stand zu lange still.
Die Wiederbelebung dauerte über 20 Minuten.
Das kleine Herzchen schlägt nur durch künstliche Beatmung.
Wenn wir ihn halten, wird sein Puls ruhig und gleichmäßig.
Anders kann und wird er nie reagieren können.

Es tut so weh, neun Monate lang ein gesundes Baby wachsen
zu spüren, und innerhalb weniger Minuten, Sekunden ist ein noch
so kleines und unschuldiges Leben zerstört, bevor es richtig
begonnen hat. Viel Zeit wird ihm nicht bleiben, doch die wollen wir
mit ihm teilen und möglichst schmerz- und leidlos für ihn gestalten. 

 

*    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *

     

 

27 Tage, 6 Stunden, 29 Minuten

Mehr Zeit ist uns nicht geblieben, um unseren Sohn
kennen zu lernen und ihm unsere ganze Liebe zu
schenken. An diese wertvolle Zeit werden wir immer
dankbar zurückdenken und jeden einzelnen Augenblick
in unseren Herzen festhalten.
   

 

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Kai's Tagebuch

Leben und Tod (aus der Sicht von Mama)

Juli / August 2005: nanu, mir ist ständig schlecht... und die "Frauen-Beschwerden" lassen auf sich warten... hmmm... mal gucken, was der Schwangerschaftstest sag: Nr. 1 morgens: positiv, also gleich mal noch einen am Abend: ui, auch positiv! Dann nichts wie los zum Doktor!

22.08.2005: So, Schwangerschaft bestätigt und erstes "Baby-Foto" erhalten. Sieht irgendwie noch aus wie eine Erbse mit einem kleinen pulsierenden Herzchen drin, ganze 8,4 mm groß. Aber bis zur Geburt (ca. 01. April 2006) wird es sicher noch ganz viel wachsen.

06.09.2005: Heute waren wir wieder beim Arzt, diesmal mit dem werdenden Papa. Und siehe da, das Baby ist schon 27,3 mm groß. Ansatzweise Ärmchen und Beinchen lassen sich schon erkennen und bewegen sich fleißig. Und auf dem jetzigen Foto sieht man schon viiieel mehr als auf dem vom 22.08.

29.09.2005: Und wieder Baby-Gucken... Auch heute war der Papa dabei - und hat sogar im Gegensatz zu der Mama Finger auf dem Ultraschall-Monitor gesehen! Hauptsächlich hat uns das Baby den Popo entgegen gestreckt, aber so war wenigstens die Wirbelsäule gut sichtbar. Bei einer anderen Aufnahme konnte man schon ein winziges Gehirn erkennen. Schließlich nach ca. 20 Minuten mit dem Ultraschall-Teil auf dem Bauch rumfahren war Baby dann doch noch bereit, die Nackenfalte zu zeigen - was der eigentliche Grund der Untersuchung war (und hätte die Mama weniger "Bauchspeck", wären die Bilder noch besser geworden...). Fazit der Untersuchung: Breite der Nackenspalte absolut in Ordnung mit 1,3 mm, Größe des Babys von Kopf bis Po: 6,9 cm.

24.10.2005: Der nächste Baby-Gucken-Termin. Diesmal ohne den Papa, der muss nämlich arbeiten! Wir mussten sehr lange warten, und als wir dran kamen, war Baby nicht bereit, sich messen zu lassen, geschweige denn zu verraten, ob´s eine SIE oder ein ER wird... Es lag total schief und verdreht, so daß nur der Kopfdurchmesser zu messen war, und der beträgt 3,92 cm. Gewachsen ist es aber, und sehr bewegungsaktiv.

17.11.2005: Baby-Termin; es wird ein Frosch! Zumindest lag es so da, auf dem Bauch, Beinchen angezogen und nicht willens, sich auch nur ansatzweise so zu drehen, daß der Onkel Doktor zumindest das Herzchen kontrollieren konnte. Nun ja, sind ja noch ein paar Termine, bei denen es sich hoffentlich mal von vorne zeigt. Hier noch einige Baby-Maße: Oberschenkel 3,2 cm, Brustdurchmesser: 4,4 cm, Kopfdurchmesser: 5,1 cm, Kopfumfang: 17,3 cm, geschätzte Gesamtgröße: ca. 22 cm.

12.12.2005: Heute Morgen um 08:00 Uhr hatten Baby und ich Zucker-Test. Brrr, dreimal in den Arm pieksen und Blut "abzapfen" im Abstand von jeweils knapp einer Stunde. Aber wir haben es überstanden! Ergebnis folgt im Laufe der Woche. Routine-Untersuchung und Ultraschall gab´s auch noch - und siehe da: es baumelte "etwas" zwischen den Beinchen! Sieht nun ganz nach einem Kai Michael aus statt Isabel Claudia.... Soweit ist alles ok, Baby-Größe ca. 28 cm.

13.12.2005: Leider haben "wir" Schwangerschafts-Diabetes... Ist aber nicht so schlimm: ein bisschen gesünder essen, auf Süßes verzichten - das kriegen wir schon hin!  

10.01.2006: Arzt-Termin, aber nur Routine. Alles ok, der Kleine wächst brav, und den Zucker haben wir auch im Griff

24.01.2006: Ultraschall der dritte (30. Woche). Kai liegt immer noch falsch herum, hat es sich aber anscheinend sehr bequem gemacht. Gewunken, am Daumen genuckelt und die Zunge kurz rausgestreckt hat er. Ein Bild vom Profil war so gerade möglich, aber als er merkte, dass er "fotografiert" wird, hat der sich schnell wieder weggedreht. Herz, Organe, Fruchtwasser, Größe: alles ok. Der Oberschenkel misst 5,6 cm, mal 7 genommen ergibt 39,2 cm, das ist seine momentane ungefähre Größe. Brustdurchmesser 7,8 cm, Schädelumfang 284 mm (Durchmesser 8,1 cm)

08.02.2006: Mein erster Tag in Mutterschutz bzw. zustehender Urlaub, 32. SSW (Schwangerschafts-Woche) und erstes CTG. Jochen war dabei und hat dieses Mess-Teil festgehalten. Kai wollte nämlich nicht so recht seine Herztöne messen lassen. Auch kein Wunder, denn vorher war nochmal Ultraschall, weil der Doktor etwas (sah wie eine kleine Blase mit Flüssigkeit aus) im Baby-Bauch nicht richtig zuordnen konnte. Hat sich dann aber doch als Teil vom Darm einordnen lassen. Also kein Grund zur Beunruhigung. Und gedreht hat der Sohnemann sich, liegt jetzt mit dem Kopf nach unten.

16.02.2006: Routine-Untersuchung, war aber diesmal von dieser kleinen "Flüssigkeitsblase" im Darm nichts mehr zu sehen. Kopfdurchmesser 9,1 cm, Brustdurchmesser 8,4 cm. Am Nachmittag haben wir die Hebamme für die Nachsorge kennengelernt (wir haben viel zu viel für Kai eingekauft, vor allem Pflegeprodukte. Aber die nimmt dann notfalls die Mama....).

18.+19.02.2006: Geburtsvorbereitungskurs für werdende Mami´s und Papi´s. Kai hat anscheinend auch gut aufgepasst und weiß jetzt, wie er sich drehen und bewegen muss während der Geburt. Immerhin war er während der ganzen Erklärungen wach und hat ständig meinen Bauch in Bewegung gehalten.

22.02.2006: CTG-Termin / Untersuchung beim Frauenarzt, alles ist ok. Kai hat allerdings beim CTG gepennt, so daß wir fast 45 Minuten lang liegen bleiben mussten. Abends war das erste Schwimmen für Schwangere (insgesamt 6mal, mittwochs). Während der Entspannungsübung war Kai wach und hat gestrampelt. Also Entspannen scheint er nicht so zu mögen.... Lieber im Wasser auf und ab hüpfen im Bauch!

09.03.2006: Heute war volles Programm beim Arzt: CTG, Blutabnahme, Untersuchung: ca. 2600 gr. wiegt Kai nun, der Kopfdurchmesser beträgt 9,4 cm (Umfang ca 30 cm).

23.+31.03.2006: Wieder CTG-Tag, alles in Ordnung. Am 31.03. war der Papa mit dabei und hat sich das Baby auch noch mal angesehen. So ca. 3500 gr. dürfte Kai wiegen, geschätzte Größe 51 cm und Kopfdurchmesser 9,8 cm.

03.+06.04.2006: Und nochmal CTG, immer noch alles ok. Der Arzt meinte, wir sollten mal am Wochenende ins Krankenhaus fahren zum Wehenbelastungstest und zur Vorstellung, weil lange kann es ja nicht mehr dauern, bis der Kleine raus möchte.

08.-10.04.2006: Stationäre Aufnahme im Malteser Krankenhaus und Behandlung mit Wehentabletten, da ich ja Schwangerschaftszucker habe und man aus diesem Grunde den Geburtstermin eigentlich nicht überschreiten sollte. Die ersten beiden Tage blieben noch ohne Reaktion, aber am 10.04.2006 kamen immer heftiger werdende Wehen, so daß eine PDA notwendig wurde. Weitere Einzelheiten mag ich hier nicht erzählen, da letztendlich das Ergebnis ein sehr trauriger Schock für Jochen und mich ist. Die Geburt, die Schmerzen und die Behandlung durch die Ärzte waren in Ordnung, daran gab es nichts auszusetzen. Alles in allem hatte ich mir eine Geburt schlimmer vorgestellt.

11.04.2006: Kai ist da, geboren um 02.13 Uhr, 3450 gr, 54 cm. Leider kam es bei der Geburt zu schwerwiegenden Komplikationen. Kai hatte sich mit seinem Kopf in meinem Becken die Nabelschnur abgeklemmt als er versuchte, nach draußen zu kommen. Er war eigentlich schon leblos, als er dann per Notkaiserschnitt geholt wurde. Die Wiederbelebung dauerte fast 20 Minuten, eine zu lange Zeit ohne Sauerstoff.

Kai wurde auf die Intensivstation des Marienhospital verlegt, wo er erst mal bleiben wird. Ob er überlebt, ist noch unklar. Er wird beatmet, sein Gehirn funktioniert nicht und wird es auch nicht, denn es wird nur an einigen Stellen ganz schwach durchblutet. Einzige mögliche Besserung wäre, daß er einmal selbst atmen wird. Und dann wäre er ein Schwerstpflegefall, nach Hause wird er nie kommen können. Er würde wohl blind, taub und stumm sein, nie laufen können, wahrscheinlich auch nur per Sonden ernährt werden können, bettlägerig und immer bewusstlos sein.
 

Wir werden Kai so oft es geht besuchen und dafür sorgen, daß er keine Schmerzen haben wird. Viel mehr können wir leider nicht für ihn tun, außer abwarten und hoffen, daß alles so kommen wird, wie es für ihn am besten ist.

Kai ist noch an seinem Geburtstag notgetauft worden, die Großeltern und Patentante Claudia waren dabei, Patenonkel Michael leider nicht. Ich konnte noch nicht aufstehen, fühlte mich körperlich und psychisch noch zu schwach, war also nicht dabei.

12.04.2006: Für mich war heute erst mal noch Erholung angesagt, langsam aufstehen und laufen. Jochen war alleine bei Kai mit seiner Mama und seiner Schwester. Er hat Fotos mitgebracht, wo er Kai auf dem Arm hält. Das will ich morgen auch! Kai ist so ein hübscher kleiner Mann, ganz der Papa, aber er hat meinen Mund! Ansonsten habe ich viel geweint, zusammen mit Jochen. Wir können erst mal nur abwarten und hoffen. Momentan ist noch nicht einmal klar, ob Kai überhaupt überlebt. Im Augenblick ist der Zustand wohl stabil.

13.04.2006: Heute war ich zum ersten Mal bei Kai, Jochen hat mich hin ins Marien-Hospital und wieder zurück ins Malteser Krankenhaus gefahren. Ich durfte Kai halten und ihn streicheln. Er ist noch hübscher, als ich ihn mir vorgestellt habe. Wenn nur der Nabelschnur-Unfall nicht gewesen wäre und ich auf einen Kaiserschnitt bestanden hätte statt der Wehentabletten... Darüber nachdenken hilft uns aber auch nicht weiter. Es ist passiert, wir müssen nun damit klarkommen und irgendwie versuchen, das beste für Kai und uns daraus zu machen.

14.04.2006: Der Kaiserschnitt ist zwar erst 3 Tage her, trotzdem bin ich entlassen worden. Ich habe es in dem Krankenhaus nicht mehr ausgehalten, obwohl ich direkt nach der Geburt in ein Einzelzimmer auf eine andere Station verlegt worden bin. Zu Hause kann ich mich genauso gut erholen, mich ablenken und anfangen, die Baby-Sachen wegzupacken, mich ein bisschen um Jochen kümmern, in Ruhe mal weinen, ohne dass ein Arzt, eine Schwester, ein Physiotherapeut, die Putzfrau usw. ins Zimmer kommt....

18.04.2006: Eine Woche ist Kai nun alt, sein Zustand ist unverändert: immer noch kritisch, dennoch stabil. Er liegt in seinem Bettchen, so als würde er friedlich schlafen. Von unserem Streicheln und ihn Halten bekommt er höchstwahrscheinlich gar nichts mit. Trotzdem sind wir für ihn da und kuscheln mit ihm, wenn wir ihn besuchen. Das nach Hause fahren fällt uns jedes Mal schwer, wir wissen ja nie, was morgen ist... 

20.04.2006: Heute hatten wir eine Besprechung mit dem Chefarzt. Es ist leider so, daß keiner genau sagen kann, wie es mit Kai weitergeht. Sein Zustand ist momentan weiterhin stabil, ein ganz kleiner Teil des Gehirns wird schwach durchblutet. Es ist unwahrscheinlich, daß er etwas wahrnimmt. Seine Hände bewegt er ab und zu, aber ob er das selbst macht oder ob das Reflexe sind, die vom Rückenmark her kommen, kann nicht festgestellt werden. So schlimm das auch ist, wir müssen abwarten. Helfen können wir Kai nicht. Wir können ihm nur wünschen, daß alles so passiert, wie es für ihn das beste ist. Wenn er so krank trotzdem glücklich sein kann, dann soll es so sein. Findet er sein Glück, indem er uns verlässt, so soll auch das so sein. Wir besuchen ihn weiter, so oft es geht, halten und streicheln ihn. Vielleicht spürt er das ja doch, wenn Mama und Papa bei ihm sind. 

25.04.2006: Kai ist jetzt zwei Wochen alt. Der Papa hat ihn heute alleine besucht. Kai braucht seit 4 Tagen kein Antibiotika mehr und bekommt auch keines mehr. Schmerzen soll er jedoch nicht haben, also Schmerzmittel soll er bekommen, sofern er diese braucht. Wir möchten ihm ja nicht weh tun. Eine kleine Infektion hat er sich eingefangen, aber wo die nun ist, lässt sich momentan noch nicht feststellen.

30.04.2006: Es sieht momentan so aus, als würde Kai doch vielleicht bald selbst atmen können. Seine eigenen Atemzüge, die er die ganze Zeit über schon mal gemacht hat, werden immer regelmäßiger. Auch bewegt er nun seit 2 oder 3 Tagen ab und zu sein Köpfchen. Sein Essen per Magensonde verträgt er inzwischen ganz gut, so daß er keine zusätzlichen Infusionen mehr braucht. Und die leichte Infektion hat sein Immunsystem auch alleine in den Griff bekommen. Es heißt also nach wie vor: abwarten, was sich ergibt. Prognosen gibt es weiterhin keine.

02.05.2006: Drei Wochen ist Kai jetzt alt, an seinem Geburtstag hätte das so gut wie niemand gedacht. Es hat sich bis zum Mittag nichts neues ergeben, die Werte von Kopf-Ultraschall und Blut lagen allerdings noch nicht vor. Beatmung ist nach wie vor notwendig, genauso wie Physiotherapie: durch das ständige Liegen sind seine Schultern, Arme und Händchen ein bisschen steif geworden und seine Hände zittern ab und zu, wenn sich die Muskeln anspannen. Heute hat er eine Hand- und Arm-Massage von seiner Mama gekriegt, mit gut riechender Creme und einer ganz großen Portion Liebe. Und da er ja eigentlich ausschließlich mit Frühchen zusammen auf der Intensiv-Station liegt, wird langsam die Krankenhaus-Kleidung für ihn knapp. Ein paar eigene Sachen hat er schon, aber da er am besten Strampler und Schlafanzüge, die komplett von Hals bis Füßchen zum zuknöpfen sind, anziehen kann, muss Mami wohl noch mal shoppen gehen…

06.05.2006: Der gesundheitliche Zustand von Kai ist nach wie vor unverändert und soweit relativ stabil. Beim letzten EEG vor zwei Tagen wurde Kai auf Schmerzreflexe getestet mit dem Ergebnis, daß er auf Schmerzreize nicht reagiert. Folglich kann er also keine Schmerzen empfinden, was wir als positiv betrachten, da wir so nun wissen, daß ihm nichts weh tut. Der Infektionswert im Blut war wieder ein wenig gestiegen und wird weiter beobachtet. Die bereits toten Gehirnzellen lösen sich langsam auf, was aber wohl normal so ist. Kai´s Temperatur schwankt auch nach wie vor, mal unter 37, mal über 38, dann wieder dazwischen. Er bewegt immer noch gelegentlich den Kopf leicht hin und her, ab und zu macht er einen tiefen Atemzug (was allerdings auch nur ein reflexartiges Zusammenziehen des Zwerchfells sein könnte), jedenfalls sieht es immer so aus, als würde er kurzfristig die Luft anhalten.
Am Morgen wurde der Schlauch zur Beatmung (Tubus) neu gelegt, da er verrutscht war, das hatte Kai ziemlich gestresst. Er musste, während ich bei ihm war, einige Male eine höhere Sauerstoff-Ration bekommen, da die Sauerstoff-Sättigung gelegentlich nicht in Ordnung war. Das gibt sich wohl wieder und wird sich wieder einpendeln.

07.05.2006: Wir sind gegen 14:00 Uhr ins Krankenhaus gerufen worden, Kai geht es sehr schlecht. Die Sauerstoffsättigung hat sich von gestern auf heute nicht gebessert und stabilisiert, sie geht immer weiter runter. Kai hat Fieber, wohl bedingt durch die Infektion.

Kai hatte sich, als wir da waren, noch mal ein bisschen erholt. Die Ärzte gingen davon aus, daß er die Nacht noch durchstehen würde. Ich bin am Spätnachmittag noch mal kurz zu Hause gewesen, um Sachen für uns für die Nacht zu holen. Anschließend bin ich schnell wieder zurück ins Krankenhaus gefahren - wohl zum letzten Mal. Denn Kai wird nur noch diese eine Nacht da sein und seine letzte Zeit mit uns verbringen.

08.05.2006: Kai hat tapfer gekämpft, doch er war letztendlich von Anfang an ohne Chance. Wir waren die ganze Nacht an seiner Seite. Um 08:42 Uhr ist er in unseren Armen für immer friedlich und ohne Schmerzen eingeschlafen. Der tiefe Schmerz, den man in diesem Moment und den Stunden davor empfindet, ist unbeschreiblich. Aber es ist auch ein bisschen Erleichterung dabei: Kai wird nun ganz sicher nicht mehr leiden und die Hilflosigkeit, die Ungewissheit, wann was mit ihm geschieht, ist nicht mehr da. 

Unsere Eltern sind noch ins Krankenhaus gekommen, um Kai ein letztes Mal zu sehen. Dann haben auch wir uns von unserem Sohn, seinem Körper, verabschiedet. Sein Geist lebt ewig in uns weiter und wird immer bei uns sein.
 

Jetzt heißt es für uns "stark sein" und die notwendigen Vorbereitungen treffen, um Kai auf seinem allerletzten Weg zu begleiten.

 

16.05.2006: Den bisher schwersten Weg in unserem gemeinsamen Leben sind wir heute gegangen. Viele liebe Menschen haben uns begleitet und sich mit uns von Kai verabschiedet. Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön für Eure Anteilnahme und Unterstützung. Es tut gut, Menschen um sich herum zu wissen, die einem beistehen. 

 

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TRAUERFEIER 16.05.2006, 11:30 Uhr, Nordfriedhof Bonn
 
  Musik:
  „Hymn“  (Barclay James Harvest)
„Schlafe, mein Prinzchen“  (Nena)
„Tears in Heaven“  (Eric Clapton)
  
Text:
  Der Schutzengel und der erste Anschein

 Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses zu ruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.
Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Der jüngere Engel fragte: "Warum tust Du das?" Darauf antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."
In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, ihren Gästen dargereicht hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett ruhen, wo diese wunderbar schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Als sie weiter zogen, wurde der jüngere Engel wütend und fragte den älteren vorwurfsvoll: "Wie hast Du das geschehen lassen können? Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte so wenig, und du ließest ihre Kuh sterben." "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel ruhig und bestimmt. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand versteckt war. Weil der Eigentümer so von Gier besessen ist und sein glückliches Schicksal nicht teilen will, versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden kann. Als wir in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. - Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen." 

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19.05.2006: Ich habe mir ein Tattoo auf das linke Schulterblatt stechen lassen, ein "K". Hat gar nicht so weh getan. Ich habe an Kai gedacht und dass es für ihn ist, so ließ sich das pieksen gut ertragen.   

bis Ende Mai 2006: Wir haben den Grabstein ausgesucht, ein Herz aus dunkelgrünem Granit. Und vorne in der rechten Grabecke soll ein kleiner Hase sitzen, der auf das Grab von unserem kleinen Engel aufpasst. Es dauert aber noch, bis der Stein und die Einfassung fertig sind und aufgestellt werden. Solange stehen viele bunte Blumen und Teddybären auf dem Grab. 

Jochen arbeitet seit der letzten Mai-Woche wieder, mein Mutterschutz dauert noch bis zum 06.06. an. Ab dem 07.06. hat mich dann auch der Arbeitsalltag wieder. Wir haben uns vorgenommen, uns nun intensiv um den Umbau unseres neuen (vererbten) Hauses zu kümmern, damit wir in absehbarer Zeit einziehen können - und sobald wir es uns dort gemütlich gemacht haben, soll es nicht allzu lange dauern, bis Kai einen kleinen Bruder oder eine kleine Schwester kriegt. Erst mal müssen wir aber noch lernen, den Verlust von Kai zu verarbeiten. Es werden sicher mit der Zeit wieder Tage kommen und vor allem auch bleiben, an denen wir ohne schlechtes Gewissen und ohne tiefe Traurigkeit glücklich sein können. Tage, an denen nur noch schöne Erinnerungen an Kai da sind und uns ein Lächeln ins Herz zaubern. 

Eines wird sich jedoch nie ändern: die Liebe zu unserem Sohn Kai, den wir so sehr vermissen und niemals vergessen werden. In unseren Herzen lebt er ewig weiter.

30.06.2006: Der Grabstein ist fertig und sehr schön geworden. Leider sitzt der kleine Hase falsch herum in "seiner" Grab-Ecke vorne rechts; er guckt nicht auf´s Grab drauf, sondern vom Grab weg. Das wird aber noch korrigiert in den nächsten Tagen. 

13.07.2006: Der kleine Hase sitzt nun richtig herum in seiner Ecke und schaut zum Grabstein hin. Jetzt fehlt nur noch das Rosenbäumchen und Kieselsteine sollen noch auf das Grab drauf. 

05.08.2006: Wir haben heute ein bisschen unsere Hochzeit nachgefeiert im kleinen Familien- und Nachbarschaftskreis - eigentlich hätte es eine Tauf- und Hochzeits-Nachhol-Feier sein sollen... Kai´s Grab hatte viel Besuch und ist reichlich mit Blumen und einem Feuerwehrauto von seinem Patenonkel geschmückt worden. 

Ich denke oft darüber nach, wie es wohl wäre, wenn Kai jetzt bei uns wäre und was ich / was wir dann wohl gerade machen würden - so auch heute.

08.+11.08.2006: Der 08. und der 11. eines Monats sind immer die Tage, die mich besonders beschäftigen und an denen ich mehr als sonst an Kai denke. Aber von Monat zu Monat werden die Gedanken an diese Tage weniger schmerzvoll und ich kann langsam mit einem Lächeln im Herzen auf die Fotos von Kai blicken.

17.08.2006: Heute vor einem Jahr habe ich erfahren, dass Kai in meinem Bauch wächst.

20.10.2006: Wir haben das Grab neu gestaltet, so wie wir uns das schon seit längerem vorgestellt hatten, nämlich mit weißen Kieselsteinen bedeckt. Und das Rosenbäumchen ist nun auch gepflanzt. Eine bronzene Grabvase mit kleinen Sternen vorne drauf haben wir bestellt, sie wird noch vor Allerheiligen fertig werden.

Da ja bald Allerheiligen ist (01.11.), eine Bitte / ein Hinweis: unter den Kieseln ist eine spezielle Decke drunter, die nicht z.B. mit Blumenvasen zum in-die-Erde-stecken durchgestochen werden kann. Da geht noch nicht mal ein Holz- oder Metall-Stäbchen durch - also bitte, bitte auch nicht versuchen.  Wer etwas auf das Grab stellen möchte - worüber wir uns sehr freuen würden -, sollte dann lieber z.B. auf eine Blumenschale / ein Gesteck, Kerzen oder Teddybären etc. zurückgreifen. Vielen lieben Dank! 

24.-26.12.2006: Weihnachten

Nun ist Weihnachten. Aber irgendwie nicht für uns. Letztes Jahr, da war unsere kleine Welt noch in Ordnung und wir haben uns vorgestellt, wie es dieses Jahr wäre, mit Kai, der unter dem Tannenbaum krabbelt. Einen Baum haben wir dieses Jahr nicht. Aber Kai hat einen Tannenbaum; seinen eigenen kleinen grünen Tannenbaum, mit kleinen golden Kugeln und kleinen goldenen Engeln. Und ein bisschen goldenes Lametta. An Hl.-Abend, nachmittags, haben wir ihm sein Bäumchen auf sein Grab gestellt, damit wenigstens er dort ein bisschen Weihnachten hat.

Mein kleiner Hase, Du fehlst uns so sehr...

*    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    * 

"Ich wünsche mir..."   (ein Weihnachtsgedicht)

Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht’ wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsch’ mir eine stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Ich wünsche mir ein kleines Stück
Von warmer Menschlichkeit zurück.

Ich wünsche mir in diesem Jahr
`ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist`s her,
da war so wenig so viel mehr. 

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02.01.2007: Weihnachten und Silvester sind vorüber, zum Glück! Ob wir wollten oder nicht, die Gedanken drehten sich pausenlos um Kai. Weihnachten war für uns keine schöne Zeit, und auch der Jahreswechsel - und der damit verbundene Rückblick - waren eher von Trauer als von Vorfreunde auf´s neue Jahr geprägt. Hoffen wir auf ein besseres neues Jahr mit ein bisschen Freude, Lachen und vielen positiven Dingen.

05.04.2007: Heute habe ich das Grab vom Winter-Schmutz befreit und frische Blumen drauf gestellt. Platz für eine kleine Blumenschale ist auch noch, die kommt zu Kai´s Geburtstag wieder drauf.

11.04.2007: Kai´s erster Geburtstag! Wir sind mit dem Rad zum Friedhof gefahren und haben einen grünen Luftballon mit einer "1" an der Vase festgebunden. Wie schön wäre es gewesen, heute mit anderen Mami´s und Kindern ein bisschen zu feiern.... Statt dessen stehen wir alleine vor seinem Grab.

Aber noch weniger als am Grab zu stehen hätte ich es ertragen können, würde Kai noch immer bewusstlos auf irgendeiner Intensivstation in irgend einem Krankenhaus liegen, ohne Prognose für die Zukunft. Ein trauriger, aber trotzdem ein kleiner Trost: zu wissen, dass er nicht leiden muss.

13.04.2007: Heute vor einem Jahr hab ich unseren Kai zum ersten Mal im Arm gehabt, seine Haut gespürt, ihn gestreichelt. Ein ergreifender und überwältigender Moment, dieses kleine Wesen zu sehen, was vor wenigen Tagen noch im Bauch drin gewesen war; und so unendlich traurig, weil Kai von alledem nichts spüren konnte.

08.05.2007: Zum ersten Todestag von Kai haben wir sein Grab ein bisschen umgestaltet und neue Kieselsteinchen aufgefüllt. In Gedanken ist er immer bei uns.

01.11.2007: ...und schon ist wieder Allerheiligen. Auch, wenn sich momentan unsere - sichtbare - Welt um den Hausbau und meine Schwangerschaft mit Isabel dreht und somit für Außenstehende unsere Trauer um Kai überwunden scheint, in unserer emotionalen unsichtbaren Welt ist Kai überall gegenwärtig. Es gibt und es wird immer Momente geben, in denen wir innehalten, alles um uns herum ausblenden und nur Gedanken an Kai zulassen. Kurze intensive, liebevolle Augenblicke, die nur ihm gehören.

18.12.2007: Kai ist jetzt großer (Schutzengel-) Bruder, Isabel ist da!

19.12.2007 - 14.01.2008: Isabel sieht Kai sehr ähnlich, wenn sie in ihrem Bettchen liegt und schläft. Fast jeden Tag denke ich an die Zeit mit Kai und vergleiche die Lebenstage der beiden. Es fällt mir schwer, mich richtig über Isabel zu freuen. Die Erinnerungen an die wenigen Tage mit Kai sind wieder um mich herum als würde ich sie gerade jetzt erleben, jeder einzelne Tag, die schmerzlichen Gefühle, alles kommt wieder hoch und will einfach nicht verschwinden.

15.01.2008: Isabel ist jetzt einen Tag älter als Kai werden durfte. Irgendwie beginnt nun ein neuer Abschnitt, ich kann die beiden jetzt nicht mehr vergleichen. Trotzdem bin ich noch sehr oft traurig und muss oft weinen, wenn ich nachts Isabel im Arm halte und sie füttere. Diese Traurigkeit wird wohl bleiben und immer mal wieder durchbrechen; sie ist ein Teil von mir und gehört zu mir wie Kai und Isabel.

11.04.2008: Kai´s zweiter Geburtstag... Wir sind mit Isabel zu seinem Grab spaziert und haben rote Rosen und ein rotes Herz für die Vase gekauft und den Grabstein schön sauber gemacht. Viel mehr können wir leider nicht für Kai tun, außer weiterhin oft an ihn zu denken, ihn in unseren Herzen weiterleben zu lassen und eines Tages Isabel vom ihm zu erzählen.

08.05.2008: Der zweite Todestag. Ein Tag, an dem es uns besonders schwer ums Herz wird. Doch wir müssen stark sein, für Isabel, denn noch versteht sie unsere Trauer nicht. Ich habe einen Spruch gelesen, der sehr gut zu meinem Empfinden an den Jahrestagen - und auch an vielen anderen Tagen - passt:
 

   Ich habe gelernt...
  ...Leid zu ertragen, Schmerzen zu verbergen
  und mit Tränen in den Augen zu lachen...
  ... nur um den Anderen zu zeigen, dass es mir
  "gut" geht und um sie glücklich zu machen...!

*    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    *    * 

24.12.2008: Den ganzen Tag habe ich mich gefreut, für Kai ein paar Tannenzweige zu schmücken, die ich in die Grabvase stellen wollte. Am Mittag bin ich dann auch zum Friedhof gefahren. Doch als ich dann beim Schmücken war, kamen immer mehr Tränen gekullert. Lange schon war mein Herz nicht mehr so schwer wie heute...

"Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
 denn manche schleichen sich tiefer ins Herz hinein,
 und während die Tage verstreichen, werden sie Stein.
 Du lachst und sprichst, als wenn nichts wäre,
 sie scheinen geronnen zu Schaum,
 doch Du spürst ihre lastende Schwere bis in den Traum.
 Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
 die Welt wird ein Blumenmeer,
 aber in Deinem Herzen ist eine Stelle, die blüht nicht mehr."

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11.04.2009: Kai´s dritter Geburtstag. Wir sind zusammen mit Isabel zum Friedhof gefahren und haben das Grab wieder schön hergerichtet; neue Kieselsteine aufgefüllt, den Grabstein geputzt, frische Blumen und ein neues Stofftierchen aufgestellt. Isabel hat uns brav geholfen. Irgendwann wird sie uns sicher fragen: "Warum?" Doch darauf wissen wir keine Antwort...

11.04.2011: Fünf Jahre wäre Kai heute geworden - und bei dem wunderschönen Wetter heute wäre die Feier bestimmt sehr schön geworden. Stattdessen bringen Isabel und ich nach dem Kindergarten Blumen, Kerzen und ein kleines Geschenk zu seinem Grab. "Ich packe das Geschenk für Kai aus, das kann er gar nicht selber machen, weil er gestorben ist", hat Isabel heute Morgen zu mir gesagt.

Eigentlich fing der Tag schön an, bis ich nach dem Blumen kaufen auf dem Weg nach Hause am Friedhof vorbei fuhr. Gerade in diesem Moment spielte das Radio "Unheilig" mit "Geboren um zu Leben" an.

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" Es fällt mir schwer, ohne dich zu Leben,
jeden Tag zu jeder Zeit einfach alles zu geben.
Ich denk so oft zurück an das, was war,
an jedem so geliebten vergangenen Tag.
<...>
Ich denke an so vieles, seit dem du nicht mehr bist,
denn du hast mir gezeigt, wie wertvoll das Leben ist.

Wir war'n Geboren um zu Leben, mit den Wundern jeder Zeit,
sich niemals zu vergessen bis in aller Ewigkeit.
Wir war'n Geboren um zu Leben für den einen Augenblick,
weil jeder von uns spürte, wie wertvoll Leben ist.

Es tut noch weh, wieder neuen Platz zu schaffen,
mit gutem Gefühl etwas Neues zuzulassen.
In diesem Augenblick bist du mir wieder nah,
wie an jedem so geliebten vergangenen Tag.
Es ist mein Wunsch, wieder Träume zu erlauben,
ohne Reue nach vorn in eine Zukunft zu schau'n.
Ich sehe einen Sinn, seitdem du nicht mehr bist,
denn du hast mir gezeigt, wie wertvoll mein Leben ist.

Wir war'n Geboren um zu Leben, mit den Wundern jeder Zeit,
sich niemals zu vergessen bis in aller Ewigkeit.
Wir war'n Geboren um zu Leben für den einen Augenblick,
weil jeder von uns spürte, wie wertvoll Leben ist.
                                                                                                                                       
Wie wertvoll Leben ist."
     
(Text / Musik: Der Graf, Unheilig)